Stone Village - Ein Lehrer allein ist zu wenig


In Stone Village, einem abgelegenen Köhlerdorf, kümmern wir uns seit dem letzten Sommer um Schule und Lehrer. Natürlich wollte ich gerne dieses Dorf, das tief in den Bergwäldern liegt, wieder besuchen um selber zu sehen, wie es dort läuft.
Eine Abordnung von mehreren Männern auf Mopeds holte uns an der Landstraße ab, wo der Weg ins Hinterland abzweigt. Von da ging es auf dem furchtbar schlechten Weg fast zwei Stunden über Stock und Stein. Nach den extremen Regenfällen war der Weg in einem noch viel schlechteren Zustand, als ich ihn vom letzten Besuch in Erinnerung hatte. Während der Regenzeit ist auch kein Mopedbetrieb möglich, so dass unser project assistant bei seinen Besuchen einen mehrstündigen Fussmarsch je Richtung bewältigen musste.
In dem traumhaft romantisch gelegenen aber extrem armen Dörfchen wurden wir zunächst bewirtet, wie es dort und überall in Myanmar üblich ist, und dann über die kleine schmale Brücke zur Schule hinauf geführt und von den Dorfleuten begrüßt. In der festlich geschmückten Schule gab es dann einige sehr freundliche Ansprachen und viele Dankesworte.
Ich hatte Gelegenheit die Lehrerin, die von uns angestellt wurde mitsamt zwei ehrenamtlichen Helferinnen, die jeweils für zwei Tage pro Woche zur Ergänzung des Unterrichts mit dem Moped herbeigeholt werden, kennenzulernen. Da wir derzeit nur eine Lehrerstelle bezahlen können, klafft bei den über 50 Kindern der ersten vier Jahrgänge eine Lücke, die mit den zwei Helferinnen notdürftig überbrückt wiird.
Unter einem großen Baum in der Mitte des Dorfes gab es ein Mahl mit einer ganzen Reihe von einfachen Köstlichkeiten, das reine Idyll. Mit den Dorfleuten zusammen wurde das Problem der ungenügenden Trinkwasserversorgung erörtert, bei dem wir gerne helfen wollen, falls und sobald uns die Mittel zur Verfügung stehen.
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